Skip to main content

"Wir entwickeln uns vom Agrarhändler zum Agrardienstleister"

Auch der Agrarhandel ist dem Wandel unterworfen, ausgelöst durch die Digitalisierung. Das wird Thema einer Podiumsdiskussion bei der Konferenz Farm&Food 4.0 in Berlin. Vorab stand Andreas Rickmers, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG Rede und Antwort. 


Mit einem Umsatz von 6,2 Mrd. EUR und rund 6.200 Mitarbeitern ist der AGRAVIS-Konzern eines der führenden europäischen Agrarhandels- und Dienstleistungs-Unternehmen. Die Digitalisierung beeinflusst natürlich auch den Agrarhandel sehr stark - das wird auf der Farm&Food 4.0 Thema einer Podiumsdiskussion mit dem Titel “Handel im Wandel” sein. 

Einer der Diskutanten: Andreas Rickmers, Vorstandsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG. Vorab sprachen wir mit ihm über seine Einschätzung, was sich gerade am stärksten ändert - und was nicht. 


Herr Rickmers, inwieweit verändert die Digitalisierung auch das Einkaufsverhalten der Bauern? Welche Ihrer Geschäftsfelder sind davon bereits besonders betroffen?

Andreas Rickmers: “Zunächst mal sollte man betrachten, was sich durch die Digitalisierung NICHT ändern wird. Der Landwirt wird nach wie vor Entscheidungen treffen, die einen Mehrwert für ihn haben. Der Landwirt ist nach wie vor an niedrigen oder für ihn marktgerechten Preisen interessiert. Der Landwirt ist nach wie vor an einer schnellen Abwicklung und einer bequemen Interaktion interessiert. Das bleibt sehr wichtig - ob mit oder ohne Digitalisierung.

Heute ist jeder Geschäfts- und Funktionsbereich von der Digitalisierung betroffen. Die Interaktionen verändern sich, Prozesse werden standardisiert und digitalisiert.” 

Wie können Sie als Agrarhändler diesem Wandel Rechnung tragen? Welche strategischen Weichenstellungen treffen Sie jetzt?

“Es geht heute darum, die Informationen und Daten, die die Landwirte mit uns teilen, zum Wohle des Landwirts zu vernetzen, um den Landwirten einen Mehrwert zu generieren. Für uns heisst das, dass wir uns weiterentwickeln müssen - vom Agrarhändler zum Agrardienstleister.”

Warum ist die Konferenz Farm & Food 4.0 so wichtig und was erwarten Sie von Ihrer Teilnahme?

“Die Konferenz bringt die Landwirtschaft und die Ernährungsindustrie zusammen, um über das wichtige Thema Digitalisierung zu sprechen. Das ist derzeit in aller Munde und entwickelt sich stark, es passiert sehr viel. Die Konferenz ist eine Möglichkeit, dass sowohl Startups als auch Praktiker zusammentreffen und diskutieren können, was zurzeit in diesem sehr spannenden Umfeld passiert.”

Was ist die größte Herausforderung, der sich Unternehmer heute angesichts der zunehmenden Digitalisierung stellen müssen?

“Die digitale Welt kennt keine Grenzen!”

Hier finden Sie alle Programm-Infos zum Kongress.