Skip to main content

“Chancen suchen für die Wertschöpfung von Morgen”

Die Initiative smartFoodTechnologyOWL ist eine Partnerschaft zur Nutzung von Industrie 4.0 in der Lebensmittelindustrie. Das Partnerkonsortium besteht aus der Hochschule Ostwestfalen-Lippe (OWL) und weiteren Forschungseinrichtungen, Partnern aus Industrie, Handwerk und Handel sowie Politik und Gesellschaft, die überwiegend in der Region Ostwestfalen-Lippe angesiedelt sind.


SmartFoodTechnology ist einer der Partner der Konferenz Farm&Food 4.0. Prof. Stefan Witte, Sprecher der Partnerschaft an der Hochschule OWL in Lemgo gab im Interview einen Überblick über die interessanten Forschungsgebiete der Initiative. 


Herr Prof. Witte, was ist das Ziel der Initiative „smartFoodTechnologyOWL”?

Prof. Stefan Witte: “Wir verfolgen mehrere Ziele. Das oberste Ziel ist, dass wir die Region OWL und insbesondere den Hochschulstandort Lemgo zu einer Top-Adresse für Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsfragen im Bereich intelligenter Lebensmitteltechnologie etablieren. Dazu werden neue Produkte und Lösungsansätze in der Lebensmittelwirtschaft entwickelt und erforscht, um die Potenziale der Nutzung von Digitalisierung im Umfeld der Lebensmitteltechnologien zu erarbeiten. 

Dazu vernetzen wir Einzelsysteme zu integrierten Gesamt-Wertschöpfungsketten. Auf einer höheren Ebene werden wir in die Lage versetzt, Transparenz für den Verbraucher zu erhöhen, aber langfristig auch die Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelindustrie in der Region weiter zu stärken.”

In welchen Bereichen bietet die digitale Transformation die größten Potenziale für die Lebensmittelindustrie?

“Wir haben fünf Bereiche identifiziert. Zum einen geht es um die Steigerung der Qualitätssicherung während der Produktion in den Prozessen, und damit bessere Echtzeit-Qualitätskontrollen. Als zweites Potenzial sehen wir die Reduktion von Lebensmittelverschwendung durch bessere Produktionsverfahren und mehr Informationen über die Produkte. Drittens geht es um individualisierte Produkte. Auch im Bereich der Ernährung gehen wir zunehmend in den Bereich der Individualisierung - es ist eine große Herausforderung, dies in der Produktion abzubilden. 

Ressourcen- und Rohstoffverbrauch sind weitere wichtige Themen, wo Digitalisierung helfen kann. Zum fünften geht es um die Schaffung neuer Lösungsansätze, die eine zunehmende Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Gütebestimmungen ermöglichen.” 

Warum ist die Konferenz Farm & Food 4.0 so wichtig und was erwarten Sie von Ihrer Teilnahme?

“Wir haben das Motto der Farm&Food 4.0 so wahrgenommen, dass es um eine “Revolution” geht, also darum, Chancen zu suchen für die Wertschöpfung von morgen. Das ist identisch mit der Ausrichtung von SmartFoodTechnologyOWL. Es geht darum, entlang der ganzen Prozesskette die Möglichkeiten der Digitalisierung zu erarbeiten. Das ist auch Thema unserer Partnerschaft - und daher passt das ganz gut.”

Was ist die größte Herausforderung, der sich Unternehmer heute angesichts der zunehmenden Digitalisierung stellen müssen?

“Es geht darum, die Potenziale der Digitalisierung für die jeweiligen Produktionsprozesse und das Produkt ausschöpfen zu können - unter Berücksichtigung der ökonomischen aber auch ökologischen Verantwortung.”

Hier finden Sie alle Programm-Infos zum Kongress.